Eine Auffrischimpfung (Boosterimpfung) erhalten ab sofort alle Personen 6 Monate nach erfolgter Grundimmunisierung. Weitere Informationen

Erweiterter Check-Up

Gesundheit bewahren – Krankheiten erkennen

Gesundheit zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen persönlichen Glücks. Schon im alten China wurde der Krankheitsvermeidung eine grundsätzliche Bedeutung beigemessen, indem die Leistung des Arztes am Anteil der Gesund-Gebliebenen und nicht der Krank-Gewordenen bemessen wurde. Bereits 1946 wurde von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) definiert: Gesundheit ist ein Zustand vollkommen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheiten oder Gebrechen. Gesundes Leben im Bereich aller drei Lebensstilsäulen (Bewegung, Ernährung, Entspannung) wird als höchstes Gut menschlicher Existenz angesehen. Um diese Ziele zu erreichen, können Präventions- also Vorsorgemaßnahmen ergriffen werden, wie wir Sie Ihnen in unserer Praxis anbieten können, jedoch teilweise von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen werden. Aus der Gesundheitsuntersuchung ab dem 35. Lebensjahr kennen Sie die allgemeinen Leistungen des Check-Up (Anamnese, körperliche Untersuchung, Bestimmung von Cholesterin und Zucker im Blut, sowie Urinuntersuchung). Ob diese Untersuchungsverfahren jedoch die in den westlichen Industrienationen am häufigsten vorkommenden und weiter zunehmenden Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (Herzinfarkt und Schlaganfall), Krebs, Atemwegs- und Demenzerkrankungen hinreichend erkennen, wird vielfach in Frage gestellt. Wir möchten Sie daher über mögliche und sinnvolle Zusatzuntersuchungen informieren.

Herz-Kreislauf-Check

Kardiovaskuläre Erkrankungen (Herzinfarkt und Schlaganfall), ausgelöst durch Gefäßverkalkungen (Atherosklerose) sind die häufigsten Ursachen von vorzeitigem Tod in Deutschland. 50 % aller Todesfälle in der BRD werden durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgelöst, 25 % durch Tumorerkrankungen.

Ursächlich hierfür sind folgende Risikofaktoren

Rauchen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), erniedrigtes HDL-Cholesterin (gutes Cholesterin), hohes LDL-Cholesterin, erhöhter systolischer Blutdruck, familiäre Belastung/Häufung, erhöhte Triglyceride (Neutralfette), Übergewicht, Bewegungsmangel

Ihr individuelles Risiko kann beispielsweise durch folgende Untersuchungsmethoden erkannt werden: 

Feststellung von Übergewicht und Bewegungsmangel durch Bestimmung des Body-Mass-Index (BMI= errechnet aus Körpergewicht und Körpergröße) oder der Waist-to-Height-Ratio (Verhältnis von Bauchumfang zu Körpergröße).

Spezielle Blutanalysen:

Doch es gibt noch mehr

Früherkennung des Prostatakrebses

Die Tastung der Prostata alleine reicht nicht aus. Die moderne Krebsfrüherkennungsmaßnahme schließt heute die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut mit ein, denn über 70 % aller Patienten mit (operativ) nachgewiesenem Prostatakrebs haben einen erhöhten PSA-Wert. Eine zusätzliche Untersuchung der Prostata mittels Ultraschall ist ebenfalls sinnvoll.

Lungenkrebsfrüherkennung bei Rauchern

Das Lungenkarzinom (Bronchialkarzinom) zählt zu den häufigsten Tumorerkrankungen weltweit, insbesondere aber in den westlichen Industrienationen. Mindestens 85 % der Lungenkarzinomerkrankungen sind durch das Rauchen verursacht. Das Risiko steigt mit der Anzahl der gerauchten Zigaretten („pack years“). Ab ca. 140000 Zigaretten steigt das Risiko exponentiell an. Der direkte Nachweis eines Lungenkrebses ist äußerst schwierig, da Symptome meist erst bei fortgeschrittenem Tumor auftreten und indirekte Untersuchungsmethoden unzureichend sind, weswegen es immer am besten ist, das Rauchen aufzuhören oder gar nicht erst zu beginnen. Durchgeführt werden sollten aber immer eine körperliche Untersuchung, Blutabnahme (Bestimmung indirekter Parameter wie Blutarmut, Leberwerterhöhungen), Röntgenbild der Lunge, Lungenfunktionsprüfung und EKG. Die chronische Schädigung der Bronchien (COPD) durch Inhalationsrauchen steht im engen Zusammenhang mit dem Auftreten eines Lungenkrebses und kann durch die Lungenfunktionsmessung erkannt werden. 

Darmkrebsvorsorge

Der gegenwärtige Test auf verstecktes Blut im Stuhl (FOB-Test®) ab dem 50.Lebensjahr ist die bisher am besten getestete und damit geeignetste indirekte Methode der Früherkennung, bietet jedoch keine absolute Sicherheit. Ab dem 55.Lebensjahr wird die direkte Früherkennung und Polypenentfernung durch Darmspiegelung (Coloskopie) empfohlen.

Die Kosten für erweiterte Früherkennungsuntersuchungen (gemäß der Gebührenordnung für Ärzte, GoÄ) finden Sie hier.