Eine Auffrischimpfung (Boosterimpfung) erhalten ab sofort alle Personen 6 Monate nach erfolgter Grundimmunisierung. Weitere Informationen

Check-Up – die Gesundheitsuntersuchung

Die Zeitintervalle wann bei wem welche Untersuchung durchgeführt werden sollte, sind für gesetzlich Versicherte nach Geschlecht und Alter geregelt. In der Tabelle unten können Sie Ihren Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung einsehen. Momentan vergeben wir Termine zu Vorsorgeuntersuchungen nur nach persönlicher Rücksprache und nicht über unseren Onlineterminplaner, da die Planung kompliziert ist und die individuellen Ansprüche zu komplex sind. Schreiben Sie uns eine e-mail oder eine Nachricht über unser Kontaktformular – wir prüfen für Sie, ob Sie Check-Up-fähig sind. Natürlich können Sie jederzeit auch außerhalb der vorgegebenen gesetzlichen Intervalle eine Vorsorgeuntersuchung bei uns durchführen lassen (Selbstzahlerleistung). Privat Versicherte haben in der Regel alle 1-2 Jahre einen Anspruch auf eine Gesundheitsuntersuchung.

Was bei unserem Check-Up gemacht wird

Gespräch
Der Check-up startet mit einem Gespräch – der sogenannten Anamnese. Der Arzt befragt Sie zu Vorerkrankungen und Krankheiten von Familienmitgliedern sowie zu eventuellen Beschwerden. Zudem prüft der Arzt Ihren Impfstatus.

Untersuchung
Eine vollständige körperliche Untersuchung: Dabei werden Herz, Lunge, Kopf, Hals, Bauch, Wirbelsäule, Bewegungsapparat, Nervensystem, Haut und Sinnesorgane überprüft, um abweichende oder krankhafte Befunde feststellen zu können. Das Messen des Blutdrucks: Zusammen mit dem Cholesterinwert kann der Blutdruck auf Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) oder auf einen Herzinfarkt hinweisen. Die Entnahme einer Blutprobe: Diese wird dann im Labor ausgewertet und gibt Aufschluss über Cholesterin- und Blutzuckerwerte. Anhand dieser Werte kann der Arzt erkennen, ob zum Beispiel der Verdacht auf eine Zuckerkrankheit besteht. Bei Versicherten unter 35 Jahren erfolgen Blutuntersuchungen nur bei einem entsprechenden Risikoprofil, das heißt bei Übergewicht, Bluthochdruck oder familiären Vorerkrankungen. Zusätzlich bei Versicherten ab 35 Jahren: Die Untersuchung des Urins: Hinweise auf Nieren- und Blasenerkrankungen, aber auch auf eine Zuckerkrankheit lassen sich auf dem Teststreifen der Urinprobe ablesen.

Beratung
Abschließend informiert der Arzt Sie über die Ergebnisse des Check-ups und erstellt ein individuelles Risikoprofil für Sie. Darüber hinaus gibt er Ihnen Tipps für eine gesunde Lebensweise. Bei Verdacht oder Diagnose einer Krankheit folgen weiterführende Untersuchungen oder eine entsprechende Behandlung.

Die Gesundheitsuntersuchung
Wenn Sie sich für eine Gesundheitsuntersuchung und/ oder Haut- und Krebsvorsorgeuntersuchung in unserer Praxis entscheiden, sprechen Sie unser Praxisteam frühzeitig an, wir werden für Sie einen passenden Termin vereinbaren. Kommen Sie bitte nüchtern, bringen Sie Ihren Impfpass mit (wenn vorhanden) und falls Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, die entsprechenden Tablettenpackungen zum vereinbarten Termin mit. Besprechen Sie bitte mit unserem Praxispersonal, ob Sie Ihre Medikamnte am Tag der Blutabnahme morgens noch einnehmen sollen.

Abschließend informieren wir Sie über die Ergebnisse der Gesundheitsuntersuchung und erstellen ein individuelles Risikoprofil für Sie. Darüber hinaus geben wir Ihnen Hinweise für eine gesunde Lebensweise im Alltag. Bei Verdacht oder Diagnose einer Krankheit folgen weiterführende Untersuchungen oder die entsprechende Behandlung zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse.

Auch wenn Sie sich fit fühlen, diese Check-Up- und Krebsvorsorgeuntersuchungen sollten Sie nicht verpassen!

Vorsorgeuntersuchung
Gesundheitsuntersuchungzwischen 18 – 35 Jahreneinmalig
ab 35 Jahrejedes 3. Kalenderjahr
Krebsvorsorge Mannab 45 Jahreeinmal im Kalenderjahr
Krebsfrüherkennung Frau (gem.Früherkennungsrichtline)ab 20 Jahreeinmal im Kalenderjahr
ab 35 Jahrejedes 3. Kalenderjahr
Untersuchung auf Blut im Stuhl50 – 54 Jahreeinmal im Kalenderjahr
ab 55 Jahrejedes 2. Kalenderjahr, wenn keine Früherkennungskoloskopie erfolgte
Früherkennungskoloskopie (Darmspiegelung)Männer ab 50 / Frauen ab 55 Jahreninsgesamt 2 Untersuchungen im Erlebensfall, 2. Früherkennungsuntersuchung frühestens 10 Jahre nach der 1. Untersuchung
Hautkrebsscreeningab 35 Jahrejedes 2. Kalenderjahr
Ultraschall-Screening (Bauchaortenaneurysmen)Männer ab 65 Jahreeinmalig im Erlebensfall
MammographieFrauen ab 50 – 69 Jahrejedes 2. Kalenderjahr

Die Untersuchung im Einzelnen

Erhebung der Krankheitsgeschichte
In einem persönlichen Gespräch mit Ihrem Arzt, der so genannten Anamnese, werden die medizinische Vorgeschichte sowie bestehende Beschwerden festgestellt. Dabei wird nach den persönlichen Lebensgewohnheiten und -umständen, wie z. Bsp. Größe und Gewicht, erblich bedingte Risikofaktoren, Ernährungsgewohnheiten, Alkohol- und Nikotinkonsum, Stress sowie sportliche Aktivitäten gefragt.

Herz- und Kreislaufuntersuchung
Wir bestimmen die Pulsfrequenz, achten auf einen regelmäßigen Herzrhythmus und messen den Blutdruck. Ab 140/90 mmHg beginnt der Bluthochdruck, womit sich das Risiko für einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder Nierenversagen drastisch erhöht. Gegegenenfalls wird bei Auffälligkeiten ein EKG angefertigt. Dies ist stets dann wichtig, wenn bei den Untersuchungen Unregelmäßigkeiten beim Herzrhythmus oder Beschwerden wie Atemnot oder Brustschmerzen bei Belastung festgestellt werden.

Haut und Innere Organe
In unserer Praxis wird auch die Haut auf Veränderungen untersucht. Die Haut ist dabei nicht selten Spiegel der inneren Organe. Wenn beim Check up Ekzeme, Geschwüre, auffällige Leberflecken oder andere Hautveränderungen festgestellt werden, vereinbaren wir einen zusätzlichen Termin zum speziellen Hautkrebsscreening oder veranlassen eine Überweisung zum Hautarzt. Durch Abtasten der Lymphknotenstationen sowie der inneren Organe erfolgt eine indirekte Krebsvorsorge.

Blutzuckerwert
Dieser sollte zwischen 60 und 110 mg/dl liegen.

Blutwerte
Dafür ist eine Entnahme einer Blutprobe (mindestens 12 Stunden nüchtern!) notwendig. Anhand der
ermittelten Daten können wir erkennen, ob z.Bsp. ein Risiko für eine Zuckererkrankung besteht. Für die Bestimmung der Blutwerte kommen Sie bitte morgens nüchtern in unsere Praxis. Nach der Blutentnahme werden im Labor folgende Werte ermittelt:

Gesamtcholesterinspiegel
Ziel ist ein Wert zwischen 200 und 250 mg/dl. Diese Daten liefern dem Arzt einen ersten Anhaltspunkt auf erhöhte Blutfette. Bei erhöhtem Gesamtcholesterin werden wir die Werte für das schlechte LDL und das gute HDL – Cholesterin gesondert bestimmen lassen.

Urinprobe
Zusätzlich zur Blutprobe wird in unserem Labor eine Urinanalyse durchgeführt. Sie hilft Nierenerkrankungen und -steine, bakterielle Infektionen und Diabetes zu erkennen.

Stuhlprobe
Ab dem 50.Lebensjahr erfolgt ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl (indirekte Darmkrebsvorsorge).

Darmspiegelung

Eine Vorsorgecoloskopie (Darmspiegelung) ist für Männer mittlerweile ab dem 50. Lebensjahr, bei Frauen ab dem 55. Lebensjahr empfohlen. Wenn sie enge Verwandte haben, die bereits frühzeitig an einem Darmkrebs erkrankt sind, sollte die Vorsorge-Darmspiegelung bei Ihnen ggf. auch früher durchgeführt werden. Die Wiederholung einer Darmspiegelung wird je nach den Ergebnissen (wenn zum Beispiel Polypen im Darm entfernt wurden) nach unterschiedlichen Intervallen empfohlen. Bei unauffälligem Befund sollte eine erneute Darmspiegelung nach 10 Jahren erfolgen.

Was ihre gesetzliche Krankenkasse im Rahmen des Check-Ups nicht übernimmt

Eine große Blutanalyse oder auch die Bestimmung der Immunparameter ist für Menschen ohne Beschwerden keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Weiterführende Vorsorgeuntersuchungen ohne Vorhandensein von Beschwerden sind mittels Zusatz-Checks zu eigenen Lasten in unserer Praxis jederzeit möglich und sinnvoll.

Wenn Sie sich für weitere Untersuchungsmöglichkeiten wie zum Beispiel erweiterte Laboranalysen, Ultraschall des Bauches, der Schilddrüse, des Herz-Kreislauf-Systems oder eine Herzbelastungsuntersuchung (Ergometrie) interessieren, sind wir gerne bereit, Sie ausführlich zu beraten. Das EKG sowie Ultraschalluntersuchungen sind in der Gesundheitsuntersuchung wie sie die gesetzlichen Krankenkassen vorschreiben nicht enthalten.